Kitchari Rezept: Dein neuer ayurvedischer Lieblingseintopf
Kitchari ist ein Klassiker in der ayurvedischen Küche. Der Eintopf besteht traditionell aus Reis, Mungdal, Gemüse, Gewürzen und Ghee. Im Ayurveda wird Kitchari vor allem für seine verdauungsfreundlichen, nährenden und entlastenden Eigenschaften geschätzt. Da du nur einen Topf und weniger als eine Stunde Zeit benötigst, passt der Eintopf gut in die Alltagsküche.
Was ist Kitchari?
Kitchari ist ein typischer ayurvedischer Eintopf, der alle Doshas ausbalanciert und Agni, das Verdauungsfeuer, kräftigt. Aufgrund seiner entgiftenden Wirkung eignet sich Kitchari auch gut für eine kleine Detox-Kur.
Der Eintopf besteht üblicherweise aus Reis und Mungdal im gleichen Verhältnis, verfeinert mit Ghee und verdauungsfördernden Gewürzen. Häufig enthält er auch frisches Gemüse.
Durch diese Zusammensetzung beinhaltet Kitchari alle großen Nährstoffgruppen: Kohlenhydrate (Reis), Eiweiß (Hülsenfrüchte) und Fett (Ghee oder Öl). Das Gericht ist ballaststoffreich, proteinreich und darmfreundlich. Im Ayurveda gilt die Kombination aus Reis und Hülsenfrüchten als sehr wertvoll, da Nährstoffe wie Protein so besonders gut verwertbar sein sollen.
Laut Ayurveda regt Kitchari außerdem Agni, das Verdauungsfeuer, an und aktiviert so den Stoffwechsel. Es soll den Abbau von Giftstoffen im Körper unterstützen und entlastend wirken. Daher ist Kitchari auch ein beliebtes Detox-Rezept und eignet sich gut für Entlastungskuren.
Da das Gericht über so viele wichtige Nährstoffe verfügt, kannst du es guten Gewissens regelmäßig oder auch mal über einen gewissen Zeitraum hinweg als Kitchari-Kur essen.
Das Rezept für ayurvedisches Kitchari
Zubereitungszeit insgesamt: ca. 50 Minuten
Kochzeit: ca. 40 Minuten
Anzahl Portionen: 2
Vegetarisch, glutenfrei, laktosefrei
Zutaten
- 50 g Basmatireis
- 50 g Mung-Dal (geschälte, halbierte Mungbohnen)
- 1-2 TL Ghee (alternativ Kokosöl oder Sesamöl)
- etwas frischen Ingwer, geschält und gehackt
- 0,5 TL Kreuzkümmelsamen
- 0,5 TL Kurkuma
- 0,5 TL Koriandersamen (Pulver)
- 0,5 TL Garam Masala
- ca. 750 ml Wasser
- Salz
- Saisonales Gemüse nach Wahl, in Würfel geschnitten
- ggf. Zitrone zum Abschmecken
Anleitung
1. Reis und Mung-Dal waschen, trocknen und evtl. kurz ohne Fett anrösten.
2. Dann Ghee oder Öl in Topf geben, erhitzen. Ingwer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander und Garam Masala dazugeben und unter Rühren anrösten.
3. Das Gemüse, Reis und Mung-Dal dazugeben, mit Wasser aufgießen und zum Kochen bringen.
4. Im geschlossenen Topf ca. 30-40 Minuten köcheln lassen, ab und zu umrühren.
5. Zum Schluss salzen und evtl. mit einem Spritzer Zitrone servieren. Auch frisches Koriandergrün passt gut.
Tipps & Anmerkungen zum Kitchari-Rezept
Mung ist die beliebteste Hülsenfrucht im Ayurveda und für alle Dosha-Typen passend. Falls du jedoch keinen Mungdal (= halbierte Mungbohnen) zuhause hast, kannst du stattdessen auch rote Linsen verwenden.
Mit Basmatireis schmeckt mir persönlich das Kitchari am besten, alternativ kannst du aber auch Jasminreis oder roten Reis verwenden.
Wähle wenn möglich saisonale und regionale Gemüsesorten. Solltest du deine ayurvedische Konstitution kennen, achte auch gerne auf typgerechtes Gemüse. Ich verwende als Vata-Typ gerne Karotten, Zucchini und Kürbis im Kitchari.
Ghee ist quasi das Königsfett im Ayurveda und gilt als sehr gesund, soll die Verdauung fördern und die Nährstoffaufnahme unterstützen. Wenn du kein Ghee zuhause hast oder kein Ghee verwenden möchtest, wären Kokosöl oder Sesamöl gute ayurvedische Alternativen. Dann ist das Kitchari auch vegan.